Die Anfänge in Baraka 2009

In einem ersten Notfallprojekt Ende des Jahres 2009 erhielt das Waisenhaus einen Reisvorrat, eine Küchenausrüstung mit Herd und Gasflasche, Tische und Stühle, Bodenmatten, Bettzeug, zwei Schränke, zwei Bücherregale, neue Fenster, eine Nähmaschine für Ausbesserungen, einen Wasserspender mit Trinkwassergallonen zur Selbstbedienung und eine Tiefkühltruhe. Da letztere in der Gegend rar ist, ist mit dem Verkauf von Eis für Kühlzwecke bereits eine einfache Verdienstmöglichkeit gegeben. Tatsächlich kann man mit dem Verkauf von etwas Eis, bzw. dem Besitz einer Kühltruhe bereits als Unternehmer aktiv werden. Diese Nutzung geschah auf eigene Initiative, hat uns beeindruckt und lässt für größere Projekte zur wirtschaftlichen Eigenständigkeit hoffen. Alle Anschaffungen sind für den Fall eines Umzugs transportabel. Zum Ramadan erhielt jedes Kind ein neues Hemd und durfte einem Geschichtenerzähler lauschen.

Neue Möbel und ein renovierter Boden

 

Ein neuer Herd für die Versorgung der Kinder

 

Die neue Tiefkühltruhe

 

NOVEMBER 2009

Die monatliche Grundversorgung der Kinder ist bis Februar 2010 gesichert. Diese umfasst Nahrung, Schulmittel, Medikamente, Kleidung und notwendige Dinge für den Haushalt. Wir prüfen zurzeit alternative Unterkunftsmöglichkeiten für die Kinder, vielleicht muss ein neues Haus gebaut werden. Dies ist in Indonesien durchaus finanzierbar, das Grundstück würde die Regierung für die Kinder zur Verfügung stellen.

JANUAR/FEBRUAR 2010

Im Rahmen seiner Indonesien-Reise besuchte Hatem auch das Adnin Waisenhaus und konnte den Fortschritt des Projekts bestätigen sowie die Kinder dieses Waisenhauses kennen lernen. Auszüge aus seinem Reisetagebuch findet ihr hier http://wuestenkind.de/DE/?cat=6.

APRIL 2010

Im Adnin Waisenhaus konnte in den letzten Monaten die Grundversorgung gewährleistet werden und kleinere Anschaffungen getätigt werden. Der geplante Umzug des Hauses, der wegen des Zustandes und der Lage des Hauses notwendig ist, kann aus Budgetgründen noch nicht erfolgen.

JULI 2010

Neben den regelmäßigen Zuschüssen zum Lebensunterhalt erhielten die Kinder in den letzten Monaten notwendiges Schulmaterial wie Hefte und Stifte.

Außerdem konnten drei LED-Notstromlampen zur Verfügung gestellt werden. In der Region fällt immer wieder der Strom aus, manchmal angekündigt, manchmal ungeplant. Viele Zimmer des Waisenhauses sind jedoch so gebaut, dass wenig oder gar kein Licht einfällt. Der fehlende Strom ist daher eine starke Einschränkung für die Kinder. Kerzen bei so vielen Jungen und Mädchen auf engem Raum sind natürlich keine gute Idee und verursachen zudem laufende Kosten. Die neuen LED-Lampen dagegen können per Akku aufgeladen werden und erfüllen für wenig Geld einen guten Zweck. Bei seiner Reise war auch Hatem dankbar, dass er bei einem Stromausfall im Hotel eine solche Lampe dabei hatte.

Die Kinder konnten zudem mit einheitlicher Kleidung ausgestattet werden. Zum einen haben die Kinder damit etwas Solides zum Anziehen, zum anderen können sie bei offiziellen Anlässen entsprechend gekleidet erscheinen. Dieser „Luxus“ ist ein Teil der gesellschaftlichen Integration. Tatsächlich erfüllt es die Kinder sogar mit Stolz, diese Uniform zu tragen, und es stärkt ihr Selbstbewusstsein.

   

Die Kinder freuen sich über Schuluniformen, Hefte, Stifte und LED-Lampen für Notfälle
 
 

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