Fortschritte in Baraka 2010

OKTOBER 2010

Unsere kleinsten Waisen im Adnin-Waisenhaus in Baraka verlebten dieses Jahr einen besonders schönen Ramadan.
Zunächst konnten wir dringend notwendige Arbeiten vor Ort durchführen, die die Lebensqualität der Kinder deutlich erhöhten. Eine soziale Einrichtung vor Ort finanzierte eine Gebäudeerweiterung des Adnin-Waisenhauses in Baraka. Ein Tisch wurde ebenfalls gestiftet. Wir stellten außerdem einen Teppich zur Verfügung, den wir glücklicherweise noch von der Renovierung des Ridha-Waisenhauses übrig hatten, und ersetzten damit einen kaputten Teppich. Jetzt haben die Kinder mehr Platz zum Verweilen, Schlafen und Spielen.

Im Ramadan organisierten wir für die Waisen neben dem Notwendigen auch ein paar Besonderheiten:
So gab es an vier Tagen zum abendlichen Fastenbrechen ein reichhaltiges Essen für die Kinder. Es gab leckeren Fisch, Huhn, Reis, Gemüse und zum Nachtisch Kuchen. Für die Waisen waren diese Mahlzeiten wahre Festessen, wie sie es nur ganz selten haben. Gerade im Ramadan sind Lebensmittel teuer. Das Essen kostete umgerechnet nur 50 Cent pro Kind und Mahlzeit, doch für die dortigen Verhältnisse ist das nicht wenig.
Außer dem Essen ermöglichten wir auch ein informierendes und vor allem motivierendes Begleitprogramm für die Kinder. So lauschten die Kinder vier kindgerechten Vorträgen zu verschiedenen Themen aus ihrem Alltag, wie zum Beispiel Sauberkeit.

Da die Kinder im Ramadan entsprechend ihres Glaubens viel Zeit mit Beten verbringen, statteten wir sie mit Gebetskleidung und Teppichen aus. Solch eine Aufmerksamkeit ist in dortigen Familien zu diesem Anlass üblich, sofern sie es sich leisten können. Zusätzlich erhielten die Waisen neue Bücher.

Beendet wurde der Ramadan mit dem Fest (Id). In islamischen Ländern ist es Brauch, zu diesem Anlass Kleidung zu verschenken. Auch die Waisenkinder freuten sich über ein schönes Set Alltagskleidung. Den Betreuern des Waisenhauses sollte diesmal auch eine Freude gemacht werden. Sie setzen sich als Ehrenamtliche intensiv sowohl mit ihrer Zeit als auch mit eigenen Mitteln für die Kinder ein. Im Ramadan erhielten sie daher ein kleines Geldgeschenk. Solche Form der Anerkennung ist in Indonesien üblich und fördert die gemeinsame Arbeit an dem Projekt.

   

Gebäudeerweiterung und die Kinder im neuen Gebäudeteil
 
 

Kommentare sind geschlossen.