Fortschritte in Baraka 2011

JANUAR 2011

Neben der täglichen Versorgung der Kinder konnten wir die Waisenkinder zum Opferfest im November 2010 mit einer Lieferung Rindfleisch überraschen. Dieses Projekt wurde nicht von der Projektmasse finanziert, sondern von einer kleinen Gruppe von Spendern ermöglicht.

Wir kauften vor Ort eine Kuh, ließen diese in das Projektgebiet transportieren, nach islamischem Ritus schlachten, zerlegen und portionieren. In Indonesien wird nichts verschwendet, und so wurde die gesamte Kuh bis auf Haut und Knochen verwertet.

Viele fleißige Helfer schwangen sich dann mit den Fleischportionen aufs Motorrad und übernahmen die Verteilung von mehr als 220kg Fleisch. Die Empfänger waren natürlich in erster Linie die Waisenhäuser, aber auch die Verantwortlichen vor Ort, die ehrenamtlichen Helfer und weitere mittellose Menschen in der Umgebung. Neben unseren rund 100 Waisenkindern freuten sich insgesamt 75 weitere Personen über das Fleischpaket. Sie teilten den seltenen Hochgenuss mit ihren Familien.

MAI 2011

Alle helfen mit

Eure Spenden helfen, dass unsere Waisenhäuser fortlaufend versorgt werden. Auch in den letzten Monaten konnten die Kinder in Enrekang und Baraka gut betreut und ernährt werden. Wir danken euch für eure Unterstützung!

Mehr Zeit für die Kinder

Wir haben uns dazu entschieden, die Arbeitszeit von unserem Projektbetreuer vor Ort Nasruddin sowie von unserer Erzieherin Sarbia zu erhöhen. Nasruddin kann nun mehr Zeit darauf verwenden, die Kinder vor Ort zu besuchen, sich fortlaufend ein Bild von ihrer Situation zu machen und den reibungslosen Ablauf aller Hilfsmaßnahmen zu gewährleisten. Sarbia, die kurz vor ihrem Abschluss zur Sozial-Pädagogin steht, arbeitet nun Vollzeit für uns und kann nun die Kinder beider Waisenhäuser intensiv betreuen, sie in die täglichen Aufgaben im Haushalt einbinden und ihnen bei ihren jeweiligen Problemen zur Seite stehen. Beide Betreuer setzen sich mit Herz und Seele für die Kinder ein, und ihr Einkommen kommt wiederum ihren eigenen Familien zugute.

AUGUST 2011

Da die meisten Kinder in Baraka noch zu klein für Englischunterricht sind, wie er in Enrekang stattfindet, haben wir für die Kleinen einen anderen Kurs eingerichtet. Für wenig Geld konnten wir den Kindern diverse Bastelmaterialien zur Verfügung stellen, und nun lernen sie fleißig verschiedene handwerkliche Fertigkeiten, die ihre Geschicklichkeit fördern und ihnen auch im späteren Beruf nützlich sein können.
Die Kinder nahmen außerdem freudig Ziegenfleisch entgegen. Die Tiere wurden als Aqiqa an die Wüstenkinder gespendet. Aqiqa ist eine Opfergabe, die im Islam zur Geburt von Kindern üblich ist.
Für unsere Kleinen in Indonesien ist Fleisch etwas ganz Besonderes. Üblich sind höchstens Fisch oder Geflügel, da andere Fleischsorten deutlich teurer sind. In den Waisenhäusern kommen also nun reichhaltige Festessen auf den Tisch, und das Fleisch wird für mehrere Mahlzeiten ausreichen. Reis gab es auch dazu. Weitere Aqiqa-Spenden sind natürlich willkommen, wenn es die Projektsituation erlaubt.

Damit unser Projektkoordinator und unsere Erzieherin vor Ort die Kinder schnell erreichen können, steht ihnen nun ein Motorroller zur Verfügung. Hierdurch konnten wir Zeit sparen und Transportkosten senken, so dass diese Investition sich auch finanziell auszahlt. Außerdem können nun auch entlegenerer Gebiete erreicht werden, und wichtige Besorgungen sind leichter durchzuführen.

Unsere Ramadanprojekte sind geplant. Damit wir allen Waisenhäusern gerecht werden können, beschränken wir uns auf Aufmerksamkeiten, welche die Kinder dringend brauchen, wie zum Beispiel Kleidung. Es sind aber auch Festessen geplant sowie der Besuch eines Geschichtenerzählers, der jeweils einen besinnlichen Abend in den Waisenhäusern gestaltet. Bereits letztes Jahr konnten wir den Kleinen hiermit große Freude bereiten, das wollen wir auch dieses Jahr nicht missen.

       

NOVEMBER 2011

In Baraka konnten unsere kleinsten Waisenkinder fortlaufend mit dem Nötigsten versorgt werden. Zum Ramadan im August konnten sich die Kinder zusätzlich über spezielle Aktionen zum Festmonat freuen. Für die Waisenhäuser Enrekang, Baraka, Timur-Timur und Bustanul gab es Festessen zum Frühstück vor dem Fasten (Sohur) sowie zum abendlichen Fastenbrechen (Iftar), Vorträge eines Geschichtenerzählers mit leckerem Imbiss und Geschenke zum abschließenden Ramadanfest (Id ul-Fitr). Die Geschichten, die immer bei einem besinnlichen Abend vorgetragen wurden, hatten stets Realitätsbezug und konnten die Kinder nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen und motivieren. Neben diesen Abenden lag auch in den gemeinsamen Festessen ein besonderer Segen. Die Kinder und alle beteiligten Betreuer genossen diese schöne gemeinsame Zeit. Mittlerweile können Teile des Essens auch von den Kindern selbst zubereitet werden. Dabei geht es nicht um die Ersparnis, vielmehr ist dies ein erster Schritt im Sinne der Erziehung zur Selbstständigkeit und der Übernahme von Verantwortung. Als Geschenke verteilten wir wie immer Nützlichkeiten: So gab es für die zurzeit 26 Jungen und Mädchen entsprechende Kleidung in guter Qualität, meist aus zwei oder drei Teilen bestehend. In Deutschland ist Kleidung zumeist etwas Alltägliches, nicht jedoch für unsere Waisenkinder. Wenn Besuch im Waisenhaus ansteht, tragen die Kinder nun stolz und fröhlich ihr neuestes Gewand.

Neben den Ramadan-Projekten konnten wir in Baraka eine kleine Bibliothek einrichten. Hier finden die Kinder nun einen Platz zum Lesen mit über 50 Büchern zu verschiedenen Themen.

Zum kommenden Opferfest ist eine Fleischverteilung geplant, denn dieser Anlass ist neben dem Fest am Ende des Ramadans das wichtigste islamische Fest des Jahres. In den Familien wird üblicherweise gefeiert, und man beschenkt sich gegenseitig. Dies fehlt unseren Wüstenkindern natürlich sehr, und deshalb wollen wir im Rahmen des Möglichen Abhilfe zu schaffen und den Kindern das Fest so angenehm wie möglich machen. Nachdem wir mit viel Unterstützung unserer Spender im Ramadan schon Kleidung schenken konnten und auch sonst viele Mittel im Fastenmonat für die Waisen eingesetzt haben, müssen wir nun wieder etwas sparen. Dennoch soll ein Festessen für die Kleinen drin sein, und wir haben zu diesem Zweck durch zusätzliche Einzelspenden eine stattliche Kuh reserviert.  Wir schächten zum Opferfest (Kurban) nur in kleinem Umfang. Uns geht es nicht um die Zahl der Tiere, sondern darum, eine angebrachte Menge für die Waisenkinder zu realisieren, da dort Transport und Haltbarkeit nur eingeschränkt funktionieren. Ferner sind Tiere in Indonesien relativ teuer.

        

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