Fortschritte in Enrekang 2011

Mai 2011

Alle helfen mit

Eure Spenden helfen, dass unsere Waisenhäuser fortlaufend versorgt werden. Auch in den letzten Monaten konnten die Kinder in Enrekang und Baraka gut betreut und ernährt werden. Wir danken euch für eure Unterstützung!

Hygiene in Enrekang

Das Waisenhaus Ridha in Enrekang erhielt neben der üblichen Versorgung alles Nötige für den Hausputz. Alle Kinder sollen eingebunden werden, im Haus Ordnung zu halten, und lernen dadurch, Verantwortung im Haushalt zu übernehmen.

Mehr Zeit für die Kinder

Wir haben uns dazu entschieden, die Arbeitszeit von Nasruddin, unserem Projektbetreuer vor Ort,  sowie von unserer Erzieherin Sarbia zu erhöhen. Nasruddin kann nun mehr Zeit darauf verwenden, die Kinder vor Ort zu besuchen, sich fortlaufend ein Bild von ihrer Situation zu machen und den reibungslosen Ablauf aller Hilfsmaßnahmen zu gewährleisten. Sarbia, die kurz vor ihrem Abschluss zur Sozial-Pädagogin steht, arbeitet nun Vollzeit für uns und kann nun die Kinder beider Waisenhäuser intensiv betreuen, sie in die täglichen Aufgaben im Haushalt einbinden und ihnen bei ihren jeweiligen Problemen zur Seite stehen. Beide Betreuer setzen sich mit Herz und Seele für die Kinder ein, und ihr Einkommen kommt wiederum ihren eigenen Familien zugute.

Allerlei nützliche Utensilien für das Ridha Waisenhaus in Enrekang
 

August 2011

So Allah will, entsteht im Ridha-Waisenhaus anlässlich des Ramadans eine kleine Bücherei. Geplant sind eine Sitzecke und Schränke mit vielen Büchern, die für die Kinder und Jugendlichen geeignet und interessant sind. Hier können die Waisen dann in Ruhe schmökern. Dies ist ein wichtiger Schritt, um nicht nur die äußeren Umstände unserer Schützlinge, sondern auch ihre Bildungssituation zu verbessern.
Schon erreicht haben wir, dass im Ridha-Waisenhaus in Enrekang nun ca. 40 Kinder an regelmäßigem Englischunterricht teilnehmen. Der Unterricht findet zweimal pro Woche in zwei Klassen verschiedener Schwierigkeitsstufen statt. Wir konnten hierfür einen pensionierten Lehrer gewinnen, der sich zusammen mit einer Assistentin für eine kleine Aufwandsentschädigung für die Kinder einsetzt. Der Unterricht wird von den SchülerInnen begeistert angenommen und hilft ihnen langfristig für ihre Zukunft, inschallah (so Allah will).

Die Kinder nahmen außerdem freudig Ziegenfleisch entgegen. Die Tiere wurden als Aqiqa an die Wüstenkinder gespendet. Aqiqa ist eine Opfergabe, die im Islam zur Geburt von Kindern üblich ist.
Für unsere Kleinen in Indonesien ist Fleisch etwas ganz Besonderes. Üblich sind höchstens Fisch oder Geflügel, da andere Fleischsorten deutlich teurer sind. In den Waisenhäusern kommen also nun reichhaltige Festessen auf den Tisch, und das Fleisch wird für mehrere Mahlzeiten ausreichen. Reis gab es auch dazu. Weitere Aqiqa-Spenden sind natürlich willkommen, wenn es die Projektsituation erlaubt.

Damit unser Projektkoordinator und unsere Erzieherin vor Ort die Kinder schnell erreichen können, steht ihnen nun ein Motorroller zur Verfügung. Hierdurch konnten wir Zeit sparen und Transportkosten senken, so dass diese Investition sich auch finanziell auszahlt. Außerdem können nun auch entlegenerer Gebiete erreicht werden, und wichtige Besorgungen sind leichter durchzuführen.

Unsere Ramadanprojekte sind geplant. Damit wir allen Waisenhäusern gerecht werden können, beschränken wir uns auf Aufmerksamkeiten, welche die Kinder dringend brauchen, wie zum Beispiel Kleidung. Es sind aber auch Festessen geplant sowie der Besuch eines Geschichtenerzählers, der jeweils einen besinnlichen Abend in den Waisenhäusern gestaltet. Bereits letztes Jahr konnten wir den Kleinen hiermit große Freude bereiten, das wollen wir auch dieses Jahr nicht missen.

   

Englischunterricht der Kinder im Waisenhaus Ridha in Enrekang
 
 
 

November 2011

Neben der gesicherten Grundversorgung der Waisen im Ridha-Waisenhaus in Enrekang und der fortlaufenden Englischkurse blicken wir freudig zurück auf die diesjährigen Ramadan-Projekte im August. Für die Waisenhäuser Enrekang, Baraka, Timur-Timur und Bustanul gab es Festessen zum Frühstück vor dem Fasten (Sohur) sowie zum abendlichen Fastenbrechen (Iftar), Vorträge eines Geschichtenerzählers mit leckerem Imbiss und Geschenke zum abschließenden Ramadanfest (Id ul-Fitr). Die Geschichten, die immer bei einem besinnlichen Abend vorgetragen wurden, hatten stets Realitätsbezug und konnten die Kinder nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen und motivieren. Neben diesen Abenden lag auch in den gemeinsamen Festessen ein besonderer Segen. Die Kinder und alle beteiligten Betreuer genossen diese schöne gemeinsame Zeit. Mittlerweile können Teile des Essens auch von den Kindern selbst zubereitet werden. Dabei geht es nicht um die Ersparnis, vielmehr ist dies ein erster Schritt im Sinne der Erziehung zur Selbstständigkeit und der Übernahme von Verantwortung. Als Geschenke verteilten wir wie immer Nützlichkeiten: So gab es für die zurzeit 55 Jungen und Mädchen entsprechende Kleidung in guter Qualität, meist aus zwei oder drei Teilen bestehend. In Deutschland ist Kleidung zumeist etwas Alltägliches, nicht jedoch für unsere Waisenkinder. Wenn Besuch im Waisenhaus ansteht, tragen die Kinder nun stolz und fröhlich ihr neuestes Gewand.

     

Anprobe der Geschenke

Neben den Ramadan-Projekten konnte in den letzten Monaten auch im Waisenhaus selbst einiges erreicht werden: Die Bibliothek ist fertig eingerichtet und bietet den Kindern nun einen Platz zum Lesen mit über 70 Büchern zu verschiedenen Themen, darunter auch Sachbücher zur Berufsfindung. Ein Raum wurde mit einem Durchbruch vergrößert und kann nun besser für Gruppenaktivitäten und Kurse wie den laufenden Englischkurs verwendet werden.

Wir haben außerdem gerade ein kleines Büro im Waisenhaus eingerichtet, um von dort aus die Hilfstätigkeiten für die Waisenhäuser besser organisieren zu können. Neben diesem Zweck geht es dabei aber auch darum, Kindern wie örtlichen Betreuern der Waisenhäuser Verwaltungsaufgaben nahe zu bringen. Das kleine Büro mit Schreibtisch, Schrank, Tafel und Laptop hat auch wichtige Symbolkraft für den Start. Bei Tätigkeiten wie Buchführung und Ablage sollen die größeren Bewohner des Hauses immer mehr einbezogen werden und ein Bewusstsein für diese Aufgaben entwickeln. In der Tat ist das für all unsere Waisenhäuser etwas Neues. Zukünftig möchten wir diesen Ansatz intensivieren und die Waisenhäuser miteinander vernetzen, so dass sie sich untereinander austauschen und Tipps geben können.

In Enrekang musste zudem ein defekter Wassertank ausgetauscht werden. Da fließend Wasser in den Waisenhäusern keine Selbstverständlichkeit ist, wird in dem Tank zum nur gelegentlich verfügbaren Leitungswasser auch Regenwasser gesammelt, damit immer genug Wasser für die Kinder zur Verfügung steht.

Zum kommenden Opferfest ist eine Fleischverteilung geplant, denn dieser Anlass ist neben dem Fest am Ende des Ramadans das wichtigste islamische Fest des Jahres. In den Familien wird üblicherweise gefeiert, und man beschenkt sich gegenseitig. Dies fehlt unseren Wüstenkindern natürlich sehr, und deshalb wollen wir im Rahmen des Möglichen Abhilfe zu schaffen und den Kindern das Fest so angenehm wie möglich machen. Nachdem wir mit viel Unterstützung unserer Spender im Ramadan schon Kleidung schenken konnten und auch sonst viele Mittel im Fastenmonat für die Waisen eingesetzt haben, müssen wir nun wieder etwas sparen. Dennoch soll ein Festessen für die Kleinen drin sein, und wir haben zu diesem Zweck durch zusätzliche Einzelspenden eine stattliche Kuh reserviert.  Wir schächten zum Opferfest (Kurban) nur in kleinem Umfang. Uns geht es nicht um die Zahl der Tiere, sondern darum, eine angebrachte Menge für die Waisenkinder zu realisieren, da dort Transport und Haltbarkeit nur eingeschränkt funktionieren. Ferner sind Tiere in Indonesien relativ teuer.

 

 

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