Projektstop und trauriger Verlust in Duma – Wüstenkind hilft trotzdem weiter

Salamu alaikum und hallo liebe Waisenfreunde,

die Situation in Ost-Ghouta und besonders in Duma war schon Anfang März katastrophal, wie wir euch im letzten Newsletter berichteten. In unserem Kindergarten war nur noch Notbetrieb möglich, eine regelmäßige Betreuung der Kinder viel zu gefährlich geworden. Und doch hofften wir, dass diese Oase, dieser Zufluchtsort für Kinder inmitten des grässlichen Kriegsgeschehens noch länger bestehen bleiben könnte.

Doch gerade mal vier Wochen später wurde die Fortführung des Betriebs vollends unmöglich; das herrschende Chaos, die Gewalt und Gräuel des Krieges verhindern jede weitere Arbeit an diesem Ort. Und dann starb Achmad, unser eng verbundener Freund, Gründer und Leiter des Kindergartens und Bildungszentrums bei einem Raketenangriff. Möge Allah seiner und allen anderen Seelen gnädig sein.

Wir stehen in Kontakt zu Achmads Familie und leisten allen Beistand, bei denen es uns möglich ist. Für das Wohl unserer syrischen Wüstenkinder und ihrer Familien beten wir und vertrauen auf Gott. Anhaltende Kämpfe haben sie in alle Richtungen verstreut, das Dauerbombardement hat auch die letzten verbliebenen Infrastrukturen zerstört. Was uns bleibt, ist die Erinnerung an die letzten Jahre, in denen wir dank eurer Hilfe – und vor allem dank Achmad, seiner Helfer und ihrer unermüdlichen und unerschrockenen Hingabe – hunderten Kindern zigtausende glückliche Momente und ein Stück normales Leben inmitten des Bürgerkriegs schenken konnten. Wir sind und bleiben in Gedanken und Gebeten bei all diesen Menschen und werden die Erinnerung an Achmad, seine guten Taten und sein unvergleichlich selbstloses Wirken für immer in unseren Herzen behalten.

DOCH WIR GEBEN NICHT AUF

… sondern schließen mit Hoffnung und Perspektive: Die angekündigten Nothilfemaßnahmen in Form von Essens- und Nahrungsmittelverteilungen in Ost-Ghouta werden seit einigen Wochen intensiv umgesetzt und mit eurer Hilfe und Unterstützung noch so lange fortgeführt, wie es irgendwie möglich bleibt. Unsere Helfer schaffen die Nahrungsmittel durch Tunnel an einen der härtesten Orte der Welt und helfen, die Menschen im Dauerbombardement zumindest vor dem Hungertod zu retten. Und wo immer wir können, setzen wir weitere defekte Brunnen instand, um den Zugang zu Trinkwasser aufrecht zu erhalten. So erreichen wir viele, viele Menschen in ihrer größten Not und können gemeinsam weiter direkte, lebensnotwendige Hilfe leisten!

Vorbereitungen der Lebensmittelverteilung (oben) und zwei der instand gesetzten Brunnen
 

Wir werden euch weiter berichten. Bis dahin grüßen wir in gemeinsamem Gedenken und großer Dankbarkeit.

As-salamu alaikum und bis bald,

euer Team von Wüstenkind e.V.

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