Wüstenkind Newsletter Mai 2013

Salamu alaikum und hallo liebe Waisenfreunde,

nach einer wunderbaren Zeit bei unseren Wüstenkindern in Indonesien melden wir uns hiermit zurück. Es war eine Reise voller ergreifender, rührender und nachdenklich stimmender Eindrücke und höchster Freude über die Kinder. Ich will euch nicht länger warten lassen und euch Neuigkeiten von den Waisenhäusern berichten. Zunächst möchte ich aber nicht versäumen, euch die Grüße der Kinder auszurichten, die euch in ihre Bittgebete einbeziehen.

Reisebericht online!

Ich möchte euch wärmstens den Reisebericht unseres zweiten Vorsitzenden Tamim empfehlen. Er erzählt von unseren berührenden Besuchen vor Ort, von den Kindern, von unseren Projekten. Ihr findet den mehrteiligen Bericht unter  http://wuestenkind.de/DE/reisebericht-tamim-sulawesi-april-2013-teil-1/

Nah an den Wüstenkindern

Die persönliche Beziehung zu den Kindern ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Wüstenkind e.V. ist keine Organisation, die nur von Ferne hilft, sondern uns liegt jedes Kind am Herzen. Daher haben wir uns bei unserer Reise auch darum bemüht, so viel Zeit wie möglich mit den Kindern zu verbringen und sie näher kennen zu lernen. Wir überbrachten eure Grüße, kleine Geschenke und zeigten ihnen Fotos aus Deutschland. Für die Kinder ist es etwas ganz Besonderes, dass es Menschen gibt, die an sie denken und denen sie wichtig sind. Es stärkt ihr Selbstvertrauen ungemein.

Neuigkeiten unserer Reise

Bei unserem Besuch in Indonesien konnten wir mehrere bereits geplante Projekte ausführen, weitere planen und Neues über unsere Wüstenkinder erfahren:

  • Wir besuchten alle fünf Waisenhäuser sowie das Dorf Kaluppini und machten uns ein Bild von der Lage unserer Wüstenkinder.
  • Für jedes unserer betreuten Kinder gab es ein passendes T-Shirt mit Wüstenkind-Emblem, die wir eigens für die Kinder anfertigen ließen. Je 4 Euro für insgesamt Hunderte T-Shirts, die sich lohnten. Durch die gute Planung unseres Projektleiters vor Ort ging kein Kind leer aus, und alle T-Shirts hatten die richtige Größe. Die Freude war groß, und voller Stolz zogen die Kinder gleich ihr neues Kleidungsstück an.
  • In Kaluppini haben wir ein langfristiges Ziegenprojekt zur Selbstversorgung begonnen. Die 20 ärmsten Familien, die Waisen in ihrem Haushalt versorgen, erhielten je ein Ziegenpaar mit passenden Ställen und müssen den ersten Wurf jeweils wieder an eine weitere bedürftige Familie weitergeben. So können immer mehr Menschen von diesem Projekt profitieren. Die Familien können die Milch der Tiere nutzen oder diese schlachten – ohne jedoch den Bestand zu gefährden.
  • Unsere Versorgung vom Waisenhaus Rezky steht noch am Anfang. Auf unserer Reise konnten wir wieder einen wichtigen Schritt vorankommen und das Waisenhaus mit Schränken und Betten ausstatten.
  • Im Waisenhaus Bustanul besichtigten wir die neuen Bäder, die wir dort erst kürzlich einbauen ließen. Nun können sich die 84 Kinder in einer angemessenen Umgebung waschen.
  • Im Ridha-Waisenhaus konnten wir der Soja-Produktion zusehen, welche die Jugendlichen vor einiger Zeit durch unsere Hilfe begonnen hatten. Nun erlebten wir hautnah, wie unsere Wüstenkinder sich hier engagieren, gesunde Nahrungsmittel herstellen, verkaufen, Spaß daran haben und dabei so viel für ihr späteres Berufsleben lernen.
  • Fernseher oder andere Ablenkungen kennen die Kinder kaum. Stattdessen basteln und malen sie und haben da ein außerordentliches Geschick entwickelt. Die Waisenhäuser tauschen ihre Basteleien untereinander aus und verkaufen sie teilweise auch füreinander.
  • Die Waisen, denen wir das Studium ermöglichen, sind mit vollem Eifer dabei, und die ersten werden inschaAllah noch dieses Jahr ihr Diplom in den Händen halten.
  • Wir besuchten zwei Waisenhäuser, die in einem sehr schlechten Zustand sind und eventuell für eine Zusammenarbeit in Frage kommen. Wir prüfen zunächst noch sorgfältig, ob Hilfe hier sinnvoll umgesetzt werden kann.
  • Wir trafen uns mit Vertretern der lokalen Sozialbehörden um diesen Kontakt weiter pflegen. Die örtlichen Behörden akzeptieren uns inzwischen als ernsthaften Ansprechpartner. Wir handeln zwar weiterhin völlig unabhängig von ihnen, können aber bestehende Strukturen nutzen, wenn es uns sinnvoll erscheint. In Planung sind beispielsweise Trainingsprogramme, wir erhielten aber auch Informationen über Straßenkinder, die unsere Hilfe brauchen könnten.
  • Mit unserem indonesischen Projektmanager Nasruddin planten wir für dieses Jahr einige weitere Aktionen und verabschiedeten gemeinsam einen 50-Punkte-Plan für unsere Wüstenkinder.

Materialien online
Unter www.wuestenkind.de/DE/mitmachen/materialien/ könnt ihr euch Materialien herunterladen, wie zum Beispiel Flyer, Poster und inzwischen auch unser Logo mit und ohne Slogan. Verbindet eure Verteilaktionen immer mit persönlichen Gesprächen, so gewinnt ihr neue Helfer für Wüstenkind e.V. am besten.

Und jetzt nach Mekka…
In wenigen Tagen geht es für mich, diesmal ganz privat, für zwei Wochen nach Mekka. Ich werde die Gelegenheit nutzen, für unsere Waisen in Indonesien und Somalia zu beten und natürlich auch für euch, unsere Unterstützer. Eben für die ganze Wüstenkind-Familie. Es müssen nicht immer Spenden sein, denn nichts hilft uns mehr als eure Bittgebete. Helft auf eure Weise mit und teilt die Freude mit uns!

In Verbundenheit der gemeinsamen Sache,

as-salamu alaikum und euch eine gute Zeit,

Hatem (Imran) & euer Team von Wüstenkind e.V.

Kommentare sind geschlossen.