Erdrutsche im größten Flüchtlingslager der Welt!
In Cox’s Bazar liegt das größte Flüchtlingslager der Welt. Über eine Million Rohingya leben dort auf engstem Raum, in einfachen, selbstgebauten Behausungen. Es gibt kaum befestigte Wege, keine Kanalisation und keine freien Flächen, auf die man ausweichen könnte.
Der Monsunregen der vergangenen Wochen hat weite Teile des Lagers überflutet. Mehr als 5.000 Unterkünfte wurden beschädigt oder zerstört, über 52.000 Menschen sind unmittelbar betroffen, 16 haben ihr Leben verloren, unter ihnen Frauen und Kinder. Wer hier seine Hütte verliert, hat keinen zweiten Ort, an den er gehen kann.

Wasser überall und trotzdem nichts zu trinken
Wie gefährlich diese Katastrophe wirklich ist, zeigt sich erst auf den zweiten Blick. Mit den Fluten wurden in den betroffenen Gebieten rund 3.500 Wasserstellen und über 12.000 sanitäre Anlagen zerstört oder verunreinigt. Familien stehen also mitten im Wasser und haben dennoch nichts Sauberes zu trinken. In einem dicht besiedelten Lager wächst dadurch mit jedem Tag die Gefahr von Durchfallerkrankungen und Seuchen. Für kleine Kinder ist das lebensbedrohlich.

Der denkbar schlechteste Zeitpunkt
Die Rohingya dürfen in Bangladesch nicht arbeiten. Sie haben keine Felder, kein Einkommen, sondern sind vollständig auf humanitäre Hilfe angewiesen. Und ausgerechnet diese Hilfe schrumpft seit Monaten.
Weil international massiv Gelder gekürzt wurden, mussten die Lebensmittelrationen in den Camps erst im April erneut gesenkt werden. Ein Teil der Menschen muss inzwischen mit sieben US-Dollar im Monat auskommen. Von dem, was für die Versorgung der Menschen eigentlich gebraucht würde, kommt inzwischen nur noch ein Bruchteil zusammen.

Unser Team ist bereits im Einsatz
Seit Wochen sind unsere Helferinnen und Helfer vor Ort unterwegs und verteilen das, was jetzt am dringendsten gebraucht wird: Essen und sauberes Trinkwasser. Klassische Nothilfe, unmittelbar dort, wo sonst kaum noch jemand hinkommt.
